Neukölln hat eine der lebendigsten Restaurant- und Barszenen Berlins, und das ist kein Geheimnis mehr. Das Viertel bietet eine Mischung aus traditionellen Imbissen und gehobener Fusionsküche, die in dieser Dichte kaum ein anderer Ort in der Stadt liefert. Wer Restaurants in Neukölln sucht, findet alles: arabische Klassiker auf der Sonnenallee, vegane Pizzerien, Naturwein-Bars und sogar ein Zwei-Sterne-Dessert-Restaurant. Anders als mancher Guide für Prenzlauer Berg liefert dieser Artikel keine generischen Empfehlungen, sondern konkrete Adressen, ungefähre Preise und praktische Hinweise, damit das nächste Abendessen mit Freunden tatsächlich sitzt.
Die Sonnenallee ist das Herz der arabischen Küche in Neukölln. Hier reihen sich Imbisse und Lokale aneinander, deren Name oft nur auf Arabisch an der Fassade steht, drinnen dafür umso mehr Geschmack auf dem Teller.
Das Restaurant Azzam (Sonnenallee 54, 12045 Berlin) ist ein klassisches libanesisches Restaurant, bekannt für Hummus in verschiedenen Varianten. Azzam ist bekannt für sein Musabaha, ein traditionelles Frühstück aus warmen Kichererbsen mit Tahini, Zitrone und Olivenöl, das Musabaha bei Azzam ist ein traditionelles Frühstücksgericht, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Dazu kommen gemischte Platten mit Grillfleisch, Brot und Salate für eine Preisspanne von etwa 5, 12 €. Geöffnet ist täglich bis Mitternacht.
Wenige Meter entfernt liegt Aldimashqi (Reuterstraße 28), ein syrischer Imbiss mit Schawarma vom Spieß, Fatteh und dem süßen Knafeh als Desserts. Hauptgerichte kosten oft unter 10 €. Beide Lokale haben eher Imbiss-Charakter: einfache Einrichtung, lebendige Atmosphäre, teilen sich Gruppen gerne große Platten. Ein wichtiger Tipp: Viele dieser Restaurants akzeptieren nur Bargeld, also etwas Scheine einstecken, bevor es losgeht.
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Neukölln hat eine dichte italienische Szene, die weit über klassische Trattoria hinausgeht. Hier trifft Sauerteig auf Nachhaltigkeit und vegane Mozzarella-Alternativen auf Holzofen.
Gazzo (Hobrechtstraße 57, 12047 Berlin) ist Berlins erste Sauerteig-Pizzeria, eröffnet 2018. Der Teig reift bis zu 48 Stunden, die Zutaten stammen aus regionaler Kooperation. Gazzo ist bekannt für seine hausgemachte Pizza und Desserts, besonders das Büffelmilch Softeis mit Olivenöl und Meersalz ist eine moderne Neukölln-Ikone. Gazzo bietet drei verschiedene vegane Käsealternativen an, was die Auswahl für alle Gäste erweitert. Pizza liegt bei ca. 11, 18 € pro Stück, dazu passt ein Glas Naturwein.
La Stella Nera (Leykestraße 18, 12053 Berlin) ist Berlins erstes veganes Pizzarestaurant. La Stella Nera bietet vegane neapolitanische Pizza aus dem Holzofen an, mit schwarzem Teig, hausgemachter veganer Ricotta und Kreationen wie der Pizza Carciofina Piccante. Ein Ort, an dem Veganismus und italienische Tradition sich nicht ausschließen.
Wer Pasta sucht, wird bei La Bolognina fündig: frische Nudeln, mehrgängige Menüs im gemütlichen Stil und ein Preis, der etwas über Imbiss-Niveau liegt. Reservierung empfohlen, besonders freitags und samstags.
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Neukölln zählt zu den besten Bezirken für vegane und vegetarische Küche in Berlin. Die Liste der spezialisierten Lokale wächst stetig, ohne dass die Liebe zum Geschmack auf der Strecke bleibt.
La Stella Nera sei hier nochmals erwähnt als perfekter Einstieg für vegane Pizza-Fans. Daneben lohnt sich Alaska (Reuterstraße 85, Nähe Weserstraße), eine komplett vegane Tapas-Bar mit Speisen wie Karotten-„Räucherlachs“ auf Sauerteig, Patatas Bravas mit Sichuan-Chili-Öl und Käse auf Cashewbasis. Rechnet mit 25, 40 € pro Person für ein Dinner mit Drinks.
Café Pilz ist bekannt für levantinische Tapas, Tahini-Blumenkohl, Sharing Plates und saisonale Kreationen. H&D Chay serviert vegane Varianten zu Ente und Hühnchen in der vietnamesischen Küche, inklusive veganer Pho.
Im Café Botanico wachsen über 200 essbare Pflanzen. Das Café Botanico hat einen 1.000 Quadratmeter großen Permakulturgarten und verwendet über 200 essbare Pflanzen aus eigenem Garten, Nachhaltigkeit zum Essen.
Die Knödelwirtschaft bietet verschiedene Knödelvariationen an: eine Auswahl an veganen und fleischhaltigen Knödeln, darunter vegane Tofu-Pilz-Knödel und süße Grießknödel als Desserts. Die Orangerie Neukölln liegt direkt im Körnerpark und bietet vegane Küche in einer der schönsten Atmosphären des Bezirks.
Gut zu wissen: Viele klassische Restaurants in Neukölln wie Azzam oder diverse Falafel-Läden bieten ohnehin große vegetarische Auswahl, Falafel, Hummus und Salate sind dort Standard.
Neukölln hat neben Restaurants auch starke Cafés und Brunch-Lokale, die mehr als nur Kaffee und Kuchen bieten.
Terz im Schillerkiez (Flughafenstraße) funktioniert als Frühstückslokal, Mittagsrestaurant und Weinbar in einem: helle Räume, saisonale Küche, ein typisches Brunch-Gericht wie pochierte Eier auf Sauerteig-Brot für etwa 10, 14 €. Geist im Glas an der Weserstraße ist der Ort für Sonntagsbrunch mit Pancakes, Bloody Marys und Cocktails, eine Art zwischen Bar und Frühstücksrestaurant. Reservierung oder frühes Erscheinen empfehlenswert, die Wartezeit kann am Wochenende lang werden.
Im Botanico lässt sich der Food-Garten auch bei einem Frühstück mit Pflanzen rundherum erleben. Wer Fotos für Social Media sucht: die Orangerie im Körnerpark mit ihrem Balkon und Garten ist kaum zu toppen.
In den letzten Jahren hat sich in Neukölln eine Restaurantszene etabliert, die kreative Konzepte liefert und traditionelle Grenzen sprengt. Neukölln ist ein Ort für kreative, moderne Küchenkonzepte, das zeigen vor allem zwei Adressen.
Barra (Okerstraße 2, 12049 Berlin) verbindet Sharing Plates mit Naturweinen und saisonaler europäischer Küche im ruhigen Schillerkiez. Auf der Karte stehen roher Fisch, hausgemachte Pasta und ein legendäres Fried-Chicken-Sandwich. Vorspeisen kosten ca. 5, 15 €, Hauptgerichte 15, 38 €. Die Weine kommen fast ausschließlich von Naturwein-Produzenten, dazu passen die minimalistischen Räume im entspannten Stil.
CODA Dessert Dining (Friedelstraße 47, 12047 Berlin) hat zwei Michelin-Sterne für innovative Desserts und bietet ein ganzes Menü aus Desserts, 13 bis 15 Gänge, jeder mit einem passenden Drink. Küchenchef René Frank arbeitet ohne raffinierten Zucker und nutzt Patisserie-Techniken auch in herzhaften Kontexten. Der Preis liegt bei 264, 294 € pro Person. Reservierung ist Pflicht, Platz gibt es nur für rund 28 Gäste. Geöffnet Mittwoch bis Samstag ab 19:00 Uhr.
Wer etwas lockerer mit einem Glas Wein und kleinen Plates starten möchte, findet bei Jimmy Woo ausgezeichnete Cocktails in Bar-Atmosphäre. Im Klunkerkranich gibt es Snacks und Tapas mit Aussicht über die Dächer, ideal für Events und Sommerabende.
Reserviert bei CODA und Barra unbedingt im Voraus. Dresscode? Locker, das ist immer noch Neukölln.
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Restaurants in Neukölln müssen nicht teuer sein. Die Straße selbst ist oft der beste Platz zum Essen.
Der Türkenmarkt am Maybachufer findet dienstags und freitags statt und ist ein Streetfood-Hotspot: Gözleme ist ein beliebter Snack auf dem Türkenmarkt am Maybachufer, dazu frisches Gemüse, Gewürze und Leben pur. Am späten Nachmittag sinken die Preise.
Die Ankerklause bietet traditionelle deutsche Gerichte in maritimer Atmosphäre direkt am Kanal, ein Geheimtipp für alle, die zwischen Falafel und Pizza etwas Bodenständiges suchen. An der Karl-Marx-Straße und der Hermannstraße (U-Bahn-Nähe) gibt es weitere günstige Imbisse.
Für den süßen Abschluss: Fräulein Frost (Weserstraße) hat ungewöhnliche Eissorten wie Wasabi-Schoko. Und bei Gazzo serviert man das bereits erwähnte Büffelmilch Softeis mit Olivenöl, Textur und Geschmack auf einer ganz eigenen Art.
Viele Imbisse und Märkte akzeptieren nur Bargeld. Moderne Restaurants wie Gazzo, Barra oder CODA nehmen Karte, doch die Empfehlung bleibt: immer etwas Cash dabei haben.
Reservierung ist bei beliebten Lokalen wie CODA, Barra und La Stella Nera ein Muss, oft Wochen im Voraus. Spontane Besuche klappen eher in Imbissen, Dönerläden oder kleineren Cafés.
Zum Timing: Der türkische Markt lohnt sich am späten Nachmittag für günstigere Preise, die Sonnenallee lebt spätabends auf, Brunch-Spots besucht man am besten früh oder unter der Woche. Belebte Straßen wie die Sonnenallee, Weserstraße und Karl-Marx-Straße sind abends gut besucht, übliche Großstadtvorsicht genügt.
Neukölln hat eine große Auswahl an internationalen Küchen, vom syrischen Hummus bei Azzam über Sauerteig-Pizza bei Gazzo bis zum Dessert-Dinner bei CODA. Aus gutem Grund: Neukölln hat eine vielfältige und lebendige Gastroszene, die jeden Geschmack und jeden Preis bedient.
Eine Route für den Nachmittag: türkischer Markt am Maybachufer, dann Pizza bei Gazzo mit Büffelmilch Softeis. Oder Hummus bei Azzam, gefolgt von einem Glas Naturwein im Barra. Beide Varianten zeigen, wie viel dieses Viertel auf engstem Raum zu teilen hat. Erkundet die verschiedenen Kieze, Sonnenallee, Reuterkiez, Schillerkiez, Rixdorf, statt nur einem Spot treu zu bleiben. Neukölln belohnt die Neugierigen.
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