Das Olympiastadion Berlin gehört zu den bekanntesten Sportstätten der Welt, und ist weit mehr als nur ein Stadion. Zwischen monumentaler Architektur, großer Sportgeschichte und einem prall gefüllten Veranstaltungskalender bietet es Besuchern ein einzigartiges Erlebnis. Dieser Artikel liefert alle wichtigen Informationen zu Geschichte, Aufbau, Events, Anfahrt und Serviceangeboten rund um das Berliner Olympiastadion.
Das Olympiastadion befindet sich am Olympischer Platz 3, 14053 Berlin, im Bezirk Charlottenburg Wilmersdorf, Ortsteil Westend. Betrieben wird es von der Olympiastadion Berlin GmbH als multifunktionale Arena für Sport, Kultur und Veranstaltungen. Die erste Öffnung fand am 1. August 1936 statt, der große Umbau folgte von 2000 bis 2004. Das Olympiastadion hat 73.856 Sitzplätze und zählt damit zu den größten Arenen Deutschlands.
Heimspielstätte des Fußball Bundesligisten Hertha BSC Berlin
Jährlicher Austragungsort des DFB Pokal-Finales seit 1985
Regelmäßige Konzerte internationaler Künstler (u. a. System of a Down, Die Toten Hosen)
Leichtathletik-Events wie das ISTAF Berlin

Die Geschichte des Olympiastadions beginnt in den 1930er-Jahren. Das Olympiastadion wurde von 1934 bis 1936 erbaut, als Teil des Reichssportfeld für die XI. Olympischen Sommerspiele 1936. Architekt Werner March entwarf eine Anlage mit einem ursprünglichen Fassungsvermögen von rund 100.000 Zuschauern, inklusive Stehplätze. Das Stadion diente als Werkzeug nationalsozialistischer Propaganda während der Olympischen Spiele 1936, die Rekorde von Jesse Owens mit vier Goldmedaillen wurden zum geschichtlichen Kontrapunkt gegen die NS-Rassenideologie.
1936: Eröffnung für die olympischen Sommerspiele 1936, Kapazität ca. 100.000 Plätze
1945, 1950er: Das Stadion wurde nach dem Zweiten Weltkrieg für den deutschen Sport wieder geöffnet; Nutzung durch die Britische Armee
1970er: Erste Modernisierungen, Teilüberdachung der Tribünen
1974: Anpassungen für die Fußball Weltmeisterschaft
2000, 2004: Kompletter Umbau mit Absenkung des Spielfeld um 2,65 Meter, neuer Unterring, vollständige Überdachung, Kosten rund 240 Millionen Euro
2004: Das Stadion wurde 2004 nach umfangreicher Modernisierung wiedereröffnet
2006: Endspiel der Fußball Weltmeisterschaft 2006, Italien gegen Frankreich
Das Stadion ist eine bedeutende architektonische Errungenschaft des Neoklassizismus. Die klare, sachliche Formensprache und das ist mit monumentalem Naturstein verkleidete Stadion spiegeln die Entwürfen der 1930er-Jahre wider. Die Sanierung des Olympiastadions erhielt mehrere Architekturpreise und gilt als Meilenstein unter Architekturbüros für denkmalgerechte Modernisierung. Das Olympiastadion ist Denkmalschutz.
Achsengeometrie: Das Olympische Tor mit Preußenturm und Bayernturm bildet den Haupteingang; dazwischen hängen die olympischen Ringe, die Türme prägen die Außenansicht
Ober- und Unterring: Der Unterring wurde beim Umbau komplett neu gebaut, der Oberring mit Steigungen von ca. 23 Grad bietet optimale Sichtlinien; VIP Bereiche und Logen liegen im Mittelrang
Marathontor: Mit Feuerschale und freiem Blick über das Maifeld, das Dach wurde bewusst so konstruiert, dass diese Sichtachse erhalten bleibt
Dach: Das Stadion hat ein filigranes, freitragendes Dach über allen Sitzplätze, getragen von 20 schlanken Stahlstützen, mit rund 37.000 m² Fläche und moderner Flutlichtanlage
Stadionkapelle: Im Untergeschoss befindet sich eine kleine Kapelle als ruhiger Andachtsort

Das Stadion ist eingebettet in den historischen Olympiapark Berlin, der als ehemaliges Reichssportfeld ein einzigartiges Ensemble aus Sport und Architektur bildet. Die Seite des Parks lädt auch abseits von Events zum Verweilen ein.
Der 77 Meter hohe Glockenturm bietet eine Aussichtsplattform mit Panoramablick über Charlottenburg-Wilmersdorf bis zur City West, ein beliebtes Foto-Motiv
Das Maifeld dient als Freifläche für Großveranstaltungen direkt hinter dem Stadion
Weitere Anlagen: Deutsches Sportforum, Olympia Schwimmstadion, Reitstadion und Hockeystadion
Die Waldbühne grenzt als Open-Air-Bühne an den Park
Empfehlung: Verbinden Sie den Stadionbesuch mit einem Rundgang durch den Park, viel Grün, historische Bauten und ruhige Wege
Hertha BSC spielt seit den 1960er-Jahren nahezu ununterbrochen im Olympiastadion, es ist die feste Heimspielstätte des Vereins. Es ist die Heimstätte des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Als Hauptnutzer prägt der Verein das Stadion sichtbar: Die blaue Tartanbahn rund um das Spielfeld greift die Vereinsfarben auf und macht das Berliner Olympiastadion unverwechselbar.
Umbau 2000, 2004 speziell auf moderne Fußballanforderungen ausgerichtet: verbesserte Sichtlinien, neue Überdachung, Zuschauer näher am Spielfeld
Heimspiele in der Bundesliga, Relegationsspiele und europäische Wettbewerbe (Champions League, Europa League)
Die Ostkurve gilt als emotionales Herz bei Hertha-Heimspielen, hier entsteht die besondere Atmosphäre
Kapazität bei internationalen Spielen: rund 74.000 Plätze machen es zum größten Stadion eines Fußball Bundesligisten in der Hauptstadt
Das Stadion war Austragungsort bei Großereignissen wie WM und EM und hat sich als eine der wichtigsten Sportstätten Europas etabliert.
Fußball Weltmeisterschaft 2006: Das Olympiastadion war 2006 Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Finale am 9. Juli 2006 zwischen Italien und Frankreich endete nach Elfmeterschießen 5:3 für Italien, ein Moment für die Ewigkeit
Leichtathletik-WM 2009: Berlin wurde zur Bühne für Weltrekorde; das ISTAF Berlin findet jährlich als internationales Leichtathletik-Meeting statt
DFB Pokal: Das DFB-Pokalfinale findet seit 1985 hier statt, ein fester Termin im deutschen Fußballkalender
DFB-Länderspiele: Die deutsche Nationalmannschaft trägt regelmäßig Spiele in Berlin aus
Weitere Formate: B2RUN Firmenlauf, S25 Berlin und nationale wie internationale Sport-Meetings ergänzen den Kalender
Im Olympiastadion finden regelmäßig internationale Konzerte statt, die Arena zählt zu den größten Open-Air-Bühnen Deutschlands. Die Atmosphäre bei ausverkauften Konzerten mit über 70.000 Zuschauern ist einzigartig.
Konzerte von Künstlern wie Madonna und Coldplay fanden hier statt, ebenso Shows von The Rolling Stones und weiteren Weltstars
Sommer 2026: System of a Down am 8. Juli 2026 im Olympiastadion Berlin, mit Queens of the Stone Age als Special Guests
Sommer 2026: Die Toten Hosen spielen ebenfalls im Juli 2026 im Stadion
Lollapalooza Berlin: Das Großfestival findet Ende August 2026 im und um den Olympiapark statt
Gänsehautmomente garantiert: Die Kombination aus monumentaler Kulisse und offener Dachstruktur schafft ein akustisches Erlebnis, das reine Hallenarenen nicht bieten können

Das Stadion bietet verschiedene Führungen an, die weit über den normalen Besucherbereich hinausgehen. Führungen zeigen Bereiche, die der Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben.
Highlight-Tour: Die Highlight-Tour dauert 60 Minuten und erfordert einen Guide, Inhalt: Spielerkabinen, Mixed Zone, Spielertunnel, Innenraum, Kapelle und VIP-Logen
Selbstgeführte Rundgänge: Führungen sind auch ohne Guide möglich, mit Informationen auf Tafeln entlang der Route
Spezialtour: VIP-Tour, Hertha BSC-Spezialtour und Architektur-Rundgänge als Kategorie für besondere Interessen
Besucherzentrum: Startpunkt aller Touren am Olympischer Platz 3, Dauer 60, 90 Minuten, verfügbar in Deutsch und Englisch
Tipp: An veranstaltungsfreien Tagen lohnt sich der Besuch besonders, mehr Ruhe, mehr Zugang
Der Sitzplan des Olympiastadions gliedert sich in drei Ebenen, die jeweils eigene Blöcke und Reihen aufweisen. Das Olympiastadion hat 73.856 Sitzplätze, verteilt auf Unter- und Oberring sowie den VIP-Bereich.
Unterring: Blöcke in Buchstaben geordnet, nah am Spielfeld, intensives Erlebnis bei Fußball und Konzerten
Oberring: Nummerierte Blöcke, Steigung ca. 23 Grad, gute Übersicht von allen Plätzen, ideal für Familien
VIP Bereiche: Im Mittelrang mit Logen und Skyboxen, das Stadion wurde als Fünf Sterne Stadion eingestuft
Ostkurve: Der Fanblock bei Hertha-Heimspielen, laut, emotional, Stimmung pur
Konzertakustik: Je nach Bühnenposition (meist am Marathontor) variiert die Klangverteilung; zentrale Plätze bieten die beste Akustik

Das Olympiastadion befindet sich am Olympischen Platz 3, 14053 Berlin, im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Ortsteil Westend.
U-Bahn: Die U-Bahn-Linie U2 fährt direkt zum Olympiastadion (Station „Olympia-Stadion“)
S-Bahn: S3 und S9 halten am Bahnhof Olympiastadion
Parkplätze: Öffentliche Parkplätze befinden sich in der Nähe des Stadions (z. B. PO4, PO5), an Veranstaltungstagen kostenpflichtig und schnell belegt
Veranstaltungsfreie Tage: An veranstaltungsfreien Tagen ist der Olympische Platz kostenlos nutzbar
Empfehlung: Bei ausverkauften Spielen und Konzerten den ÖPNV nutzen, Staus und Vollsperrungen sind keine Seltenheit; eine Karte der Umgebung finden Sie auf der offiziellen Website
Das Olympiastadion bietet barrierefreie Zugänge an U- und S-Bahnhöfen sowie an den Stadiontoren (z. B. Osttor im Südosten, Südtor).
Der S-Bahnhof Olympiastadion hat einen Aufzug am Ausgang Flatowallee
Rollstuhlplätze sind in mehreren Blöcken verteilt, inklusive Begleitplätze in den entsprechenden Reihen
Barrierefreie Toiletten, Kioske und Wege im gesamten Stadion vorhanden
Weitere Services: Infopoints (Info-Stände bei Großevents), medizinische Versorgungspunkte, Fundbüro und familienfreundliche Angebote
Die Stadionterrassen mit Biergarten bieten bis zu 500 Plätze und einen direkten Blick auf das Olympiastadion, ideal vor und nach Veranstaltungen.
Klassische Stadionkost: Bratwurst, Brezel, Bier, ergänzt durch regionale und saisonale Speisen
Vegetarische und vegane Optionen an ausgewählten Kiosken
Während Spielen, Konzerten und Events sind zusätzliche Stände und teils Foodtrucks im Umlauf aufgebaut
Die Olympiastadion Berlin GmbH setzt seit der Modernisierung verstärkt auf Nachhaltigkeit und ist nach dem Green-Globe-Standard zertifiziert.
LED-Flutlichtanlage und energiesparende Beleuchtung im gesamten Stadion
Photovoltaikanlage auf dem Dach deckt rund 12 % des jährlichen Strombedarfs
Regenwassertank mit ca. 1.700.000 Liter Kapazität, wasserlose Urinale und optimiertes Wassermanagement
Konsequente Mülltrennung bei Events, regionale Lieferanten und soziale Nachhaltigkeitsstandards
Neben dem eigentlichen Stadion bieten die umliegenden Bauwerke besondere Erlebnisse und sind Teil jeder guten Tour durch den Olympiapark.
Der Glockenturm (77 Meter) mit Aussichtsplattform ist ein Foto-Highlight, Panoramablick über Berlin bei klarem Wetter
Die kleine Stadionkapelle im Inneren des Stadions bietet einen ruhigen Rückzugsort, der bei Großveranstaltungen oft übersehen wird
Die Olympiaglocke am Fuß des Turms ist ein klassischer Treffpunkt für Besuchergruppen und Fans
Das Olympiastadion bietet pädagogisch begleitete Führungen an, die Geschichte, Architektur und Sport verbinden, speziell zugeschnitten auf Schulklassen und Reisegruppen.
Gruppentarife und vorab buchbare Slots für Schulen, Sportvereine und Reisegruppen
Kombiangebote mit weiteren Sehenswürdigkeiten in Berlin (Waldbühne, Glockenturm, Sportforum)
Führungen in Deutsch und Englisch, weitere Sprachen auf Anfrage
Empfehlung: Frühzeitige Reservierung, besonders in der Hauptsaison
Das ganze Jahr über finden Veranstaltungen im Olympiastadion statt, von Hertha-Heimspielen über Konzerte bis hin zu Leichtathletik-Meetings. Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Website.
8. Juli 2026: System of a Down mit Queens of the Stone Age
Juli 2026: Die Toten Hosen im Olympiastadion Berlin
Ende August 2026: Lollapalooza Berlin im Olympiapark
September 2026: ISTAF Berlin (Leichtathletik), B2RUN Firmenlauf
Herbst 2026: Pyronale, internationaler Feuerwerkswettbewerb
Aktuelle Termine, Öffnungszeiten und etwaige Sperrungen lassen sich auf der offiziellen Website und über visitBerlin prüfen; Tickets für alle Events sind dort ebenfalls verfügbar
Tickets: Vorverkauf für Hertha BSC Heimspiele, DFB-Pokalfinale und Konzerte über offizielle Vorverkaufsstellen und die Website der Olympiastadion Berlin GmbH. Für ausverkaufte Events lohnt es sich, frühzeitig auf der Seite nach Tickets zu schauen.
Einlass & Sicherheit: Taschen über eine bestimmte Größe sind nicht erlaubt; detaillierte Plänen zu erlaubten Gegenständen finden sich auf der Stadion-Website. Bei hohen Sicherheitsstufen früh anreisen.
Führungen & Öffnungszeiten: An veranstaltungsfreien Tagen sind Führungen und selbstgeführte Rundgänge möglich. Bei Konzerten oder Spielen können Touren entfallen, vorher online prüfen.
Barrierefreiheit: Rollstuhlplätze, Aufzüge und barrierefreie Zugänge sind an allen relevanten Eingängen vorhanden.
Parken: Parkplätze sind begrenzt; an Eventtagen wird der ÖPNV dringend empfohlen.
Das Olympiastadion Berlin vereint Geschichte, Sport und Kultur wie kein zweiter Ort in der Hauptstadt. Ob Sie ein Hertha-Heimspiel erleben, bei einem Konzert mitfiebern oder die historische Architektur bei einer Führung entdecken möchten, planen Sie Ihren Besuch frühzeitig und sichern Sie sich Ihre Tickets rechtzeitig. Es lohnt sich. Folgen Sie dem Stadion auch auf Facebook für aktuelle Updates und Einblicke hinter die Kulissen.
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